Karneval als Immaterielles Kulturerbe anerkannt
Der Freistaat Sachsen hat „Karneval, Fasching, Fastnacht in Ostdeutschland“ in die Sächsische Landesliste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird eine traditionsreiche Kulturform gewürdigt, die das gesellschaftliche Leben in Sachsen und den weiteren ostdeutschen Bundesländern seit Jahrhunderten prägt.
Die gemeinsame Bewerbung wurde von den ostdeutschen Landesverbänden im Bund Deutscher Karneval e. V. erarbeitet. Ziel ist zudem die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch bezeichnete den ostdeutschen Karneval als Ausdruck von Gemeinschaft, Kreativität und kultureller Identität. Die Auszeichnung würdige insbesondere das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher, die die Tradition über Generationen hinweg erhalten und weiterentwickelt haben.
Nach Angaben der Verbände engagieren sich heute rund 95.000 Mitglieder in etwa 930 Karnevalsvereinen in Ostdeutschland. Neben Umzügen, Büttenreden und Tanzsport spielen Kinder- und Jugendarbeit, Inklusion sowie die Förderung des Ehrenamts eine wichtige Rolle.
Der Verband Sächsischer Carnevale. V. sieht die Aufnahme als wichtigen Schritt zur Anerkennung des ostdeutschen Karnevals als lebendiges Kulturerbe. Zugleich soll die Bewerbung auf Bundesebene die Vielfalt und gesellschaftliche Bedeutung der Tradition stärker sichtbar machen.
Weitere Informationen:
Verband Sächsischer Carneval e.V.
https://vsc-ev.de/
Sächsische Landesliste des Immateriellen Kulturerbes:
https://www.kulturland.sachsen.de/immaterielles-kulturerbe-3999.html
Quelle: Medienservice Sachsen/ 04.06.2026 re

